„Am Ufer des Augenblicks“

Caroline Stiller zitierte bei unseren Atempausen aus dem Norden das Gedicht „Am Ufer des Augenblicks von Ernst Ferstl:

Am Ufer des Augenblicks

Laß uns Zeit nehmen füreinander.
Laß uns die Böschung der Vergänglichkeit 
mit unvergeßlichen Stunden und Augenblicken befestigen,
gegen den Strom der Zeit anschwimmen.
Laß uns verweilen am Ufer des Augenblicks,
bis unsere Sehnsucht groß und stark genug ist,
daß sie den langen Weg ins Meer der Geborgenheit
ohne unterzugehen schaffen kann.“

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker
Quelle: Ferstl, Zusammen sind wir herzzerreißend, Geest-Verlag 2003

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